WAS MACHT DIE TÜRGRIFFE ROSTFREI?

Die Türgriffe werden aus rostfreiem Stahl gefertigt. Vor allem verwenden wir den Stahl AISI 304, dessen Zusammensetzung wie folgt ist:

  • 18% Chrom,
  • 8 – 9% Nickel und
  • der verbleibende Anteil ist hauptsächlich Stahl.

Diese Art von Material ist in der Lage, Korrosion und Rost in der Luft und im Kontakt mit Frischwasser unter normalen Bedingungen zu widerstehen.

Der Rostprozess wird von Wasser verursacht, das Salz, Chlor oder Säuren enthält. Für solche aggressiven Bedingungen nutzen wir zur Fertigung der Handgriffe rostfreien Stahl, dem Molybdän hinzugefügt wurde. Dieser Stahl, genannt AISI 316, ist korrosionsbeständig, auch in salzhaltiger, chlorierter und saurer Umgebung.

Die Zusätze machen die Legierung stärker

Durch die Wahl des richtigen Stahls für die Handgriffe, können wir in den meisten Umgebungen ein Rosten verhindern. Die besonderen, rostfreien Eigenschaften des Stahls stammen vom Chrom, das mindestens 12% der Gesamtmasse des Stahls ausmachen muss. In diesem Fall bildet sich auf der Oberfläche des Stahls eine für das menschliche Auge nicht sichtbare Chromoxid-Schicht, die vor Korrosion schützt. Wird die Oxidschicht beschädigt, bildet sich durch den in der Luft vorhandenen Sauerstoff direkt eine neue Schutzschicht.

Neben Chrom wird der Korrosionsschutz durch Metalle wie Nickel und Molybdän ergänzt. Je mehr Chrom, Nickel und Molybdän in der Legierung enthalten sind, desto besser ist die Fähigkeit von rostfreiem Eisen, Korrosion zu widerstehen.

In der Endphase der Handgrifffertigung bearbeiten wir die Oberflächen mit einem Passivierer, was die Widerstandsfähigkeit gegen Korrosion vom Moment der Fertigstellung des Produkts erhöht.

Was sollte vermieden werden?

An Handgriffen aus rostfreiem Stahl können dann Rostflecken entstehen, wenn

  1. die Oberfläche mit einer weitaus aggressiveren Umgebung in Kontakt kommt, als für die diese konkrete Stahlklasse vorgesehen ist. Solch eine schädigende Wirkung können zum Beispiel stark verunreinigte Luft, Salzlösungen oder die Rückstände eines Reinigungsmittels, das Chlor enthält, haben;
  2. nach dem Schleifen der Oberfläche der Handgriffe können sich korrosive Stoffe und Kohlenstoffstahlpartikel aus der Umgebung auf dem Material absetzen;
  3. die Materialoberfläche wurde von Schleifspänen und anderen Metallstücken, die für die Anbringung verwendet wurden, verletzt;
  4. zur Anbringung der Handgriffe wurden Objekte aus gewöhnlichem Kohlenstoffstahl verwendet;
  5. der rostfreie Stahl berührt in einer nassen oder feuchten Umgebung Komponenten, die aus gewöhnlichem Kohlenstoffstahl gefertigt sind.

In den ersten drei der genannten Fälle ist die Korrosionsgefahr der Handgriffe am größten, wenn der Stahllegierung nur wenig Nickel und Molybdän beigemischt wurde. Die Korrosionsgefahr kann stark verringert werden, indem man den mit Molybdän verbesserten, rostfreien Stahl AISI 316 benutzt.
In den letzten drei Fällen wird die rostfreie Stahloberfläche durch Rost, der von gewöhnlichem Kohlenstoffstahl stammt, verletzt.